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Hunde
und Kinder
Unbestritten ist: Kinder, die mit Haustieren,
besonders mit Hunden, auf-wachsen, sind
gesunder, empathiefähiger und weniger einsam als
andere.
Ebenso unbestritten ist auch: bei mehr als der
Hälfte der Hunde, die ihre Familien verlieren, ist
die Ursache ein Konflikt zwischen Kind und Hund, der
stets zu Lasten des Hundes gelöst wird.
Hat
der Hund erstmal geschnappt, gibt es meistens weder
Zeit noch Interesse für Ursachenforschung. Der Fall
ist klar - der Hund muss weg. Und zwar sofort.
Schließlich haben Eltern die Pflicht, ihre Kinder zu
schützen.
Die
meisten Konflikte könnten verhindert werden, wenn
sich alle Beteiligten im Vorfeld Gedanken machen
würden. Dazu gehört, dass klar sein muss, dass die
Verantwortung für das Tier bei den Eltern liegt.
Kinder können lernen, Aufgaben zu übernehmen, sie
können Futter und frisches Wasser für den Hund
zubereiten, sie können ihn bürsten und mit ihm
spielen. Sie sollten NICHT allein dafür zuständig
sein, mit dem Hund Gassi zu gehen. Ab wann Kinder in
der Lage sind, welche Aufgaben zu übernehmen, muss
natürlich individuell entschieden werden. Wenn
Kinder alt und reif genug sind, haben sie oft andere
Interessen, die respektiert werden müssen. Damit
sind wir wieder beim Ausgangspunkt: die
Verantwortung liegt bei den Erwachsenen.
KLEINE Kinder sollen niemals unbeaufsichtigt mit dem
Hund zusammen sein. Es ist einem 2-jährigen nicht zu
vermitteln, dass ein Hund auch mal seine Ruhe haben
möchte, dass er sich nicht zum Reiten eignet und
dass er Schmerzen hat, wenn man ihn am Schwanz zieht
oder ihm einen Finger ins Auge steckt.
Ein
Hund wird in einem Kind nicht zwangsläufig ein
ranghöheres Rudelmitglied sehen, nur, weil es ein
Mensch ist; auch dann nicht, wenn die Erwachsenen
die Rangordnung so festgelegt haben. Er wird sich
wehren, wenn es ihm zuviel wird. Bevor er schnappt,
wird er verschiedene Signale senden, die kleinere
Kinder oft nicht interpretieren können.
Wir sind nicht der Meinung, dass Kinder und
Hunde eine schlechte Kombination sind, aber wir
wissen, dass es sehr viel Umsicht und Arbeit
erfordert. Bitte denken Sie gründlich
darüber nach, bevor Sie einen Hund in Ihre Familie
aufnehmen. Die Arbeit bleibt meistens an dem
Erwachsenen hängen, der zu Hause ist. Mütter, die
nach der Babypause in den Beruf zurückwollen, werden
dann auch nicht mehr für den Hund da sein können. |